Buchkritik zu "House of Night 4 - Ungezähmt"

von Kassio am 14.11.2010
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Allgemeine Infos

In den USA wird das erfolgreichste Mutter-Tochter-Autorengespann P.C. Cast und Kristin Cast groß gefeiert, denn dort konnte die „House of Night“-Reihe bereits über 10 Millionen Fans gewinnen. Die Bücher erscheinen in 40 Ländern und eine Verfilmung ist sogar schon in Vorbereitung. In den USA warten die Fans schon gespannt auf den achten Band der Serie, hierzulande ist diesen Monat der vierte Teil der Reihe erschienen. Wir haben ihn für euch gelesen und ihn mit den beiden Vorgängern verglichen. Lest hier unsere Kritik:

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Die Handlung:

 

„Ich habe gesehen, wie die Vampyre Menschen abschlachten und wie die Menschen sich blutig an den Vampyren rächen. Ich habe eine Welt gesehen, in der Hass und Gewalt und Finsternis herrschen.“


Es ist absolut ätzend, wenn deine Freunde so richtig sauer auf dich sind. Zoey weiß, wovon sie spricht. In nur einer Woche trennen sich alle drei Typen, mit denen sie eigentlich gleichzeitig zusammen ist, von ihr und sie wird aus ihrem engen Freundeskreis, dem sie vertraut und in dem sich sicher fühlt, ausgeschlossen. Jetzt bleiben ihr nur noch zwei wirkliche Freunde, allerdings ist die eine untot und der andere nicht mal Gezeichnet. Außerdem hat die Hohepriesterin Neferet den Menschen den Krieg erklärt und Zoey ist sich ganz sicher, dass das falsch ist. Aber wird irgendjemand auf sie hören? Und können sie die dunkle Bedrohung aufhalten, die sich schleichend zu erheben dort?
 
„Ungezähmt“ ist der 4. Band der House of Night-Serie, in dem Zoeys Abenteuer auf dem Vampyr-Internat eine gefährliche Wendung nehmen. Erschreckende Wahrheiten kommen ans Licht und etwas Böses, aus einer fast vergessenen Zeit, erwacht zum Leben.
 

Die Kitik:


Endlich! Das vierte Buch der House of Night - Reihe und wieder muss Zoey neuen Bedrohungen die Stirn bieten. Zu Beginn des Buches werden, wie in allen Vorgängern auch, die Geschehnisse des letzten Buches aufgegriffen. Wieder kann man dies entweder als willkommene Auffrischung oder als nervigen Störfaktor sehen.
 
Zoey ist alleine, ihre Freunde haben sich von ihr abgewandt und von ihren Gedanken und Worten geht eine schwere Traurigkeit aus, die den Leser schnell ergreift. Durch den offenen Schreibstil und die Ich-Perspektive schlüpft man sofort in das Geschehen und wird von Zoeys Einsamkeit und Hilflosigkeit ergriffen.
Hier bekommt Aphrodite eine ganz neue Rolle zugeschrieben. War man anfangs vielleicht noch abgeneigt und kritisch ihr gegenüber, wird sie jetzt immer sympathischer. Sie hält zu Zoey, unterstützt sie und hilft ihr auch ihre Freunde wiederzugewinnen. Natürlich legt sie dabei ihre arrogante Maske nicht immer ab, aber immer öfter kann der Leser einen eindringlichen Blick hinter ihre Fassade werfen. Aphrodite wird zu einer wirklichen Freundin und man fühlt fast ebenso mit ihr wie mit Zoey.
 
Neben den bereits bekannten Charakteren tauchen auch zwei neue Charaktere auf, die neuen Schwung in die Geschichte bringen. Zunächst ist da James Stark, der allerdings nur einen bisher kurzen Auftritt hatte, leider, wie ich sagen muss. Ich hoffe, er wird in den folgenden Büchern an Bedeutung gewinnen. Das Auftauchen von Shekinah, dem Oberhaupt der Hohepriesterinnen, ist ebenfalls spannend.
 
In diesem Buch haben mich vor allem Aphrodites Visionen von einer Welt in Finsternis bewegt, ebenso wie das Lied der Cherokee über die Rückkehr des Dämonengottes Kalona, die letztendlich immer mehr an Bedeutung gewinnt. Die Legenden, die mit dieser Prophezeiung verbunden sind, lassen die Geschichte eine Wendung nehmen.

Schade war, dass viele Geschehnisse leicht vorherzusehen waren und zu offensichtlich gestaltet wurden. Dennoch hat mich das Ende überrascht. Leider kam es allerdings auch zu plötzlich und viele Verknüpfungen, die die Autorinnen geschaffen haben, um den Höhepunkt des Geschehens einzuleiten, kamen mir unbegründet und aus der Luft gegriffen vor.
Das Ende erschien mir sehr finster und ausweglos, trotzdem bewahren alle Figuren in dem Buch Haltung und Optimismus, das wirkt unrealistisch und erweckt den Eindruck, dass den Hauptpersonen niemals etwas geschehen wird, sie wirken unantastbar, was die Spannung im Buch teilweise einschränkt. Hier könnten die Autorinnen vielleicht noch etwas mehr Dramatik an den Tag legen.
 
Trotzdem, man merkt wie die Bedrohungen zunehmen und ich bin gespannt wie Zoey und ihre Freunde mit den neuen Problem umgehen werden. Toll war es auch wieder eine Leseprobe aus dem 5. Buch der Serie „Gejagt“, welches im Februar 2011 erhältlich ist, lesen zu können.

Bewertung unserer Redaktion
Gesamtwertung:
7 von 10 Punkten

Spannung:
3 von 5 Sternen!
Handlung:
3 von 5 Sternen!
Charaktere:
4 von 5 Sternen!
Unsere Redaktion meint
"Neuer Schwung kommt in Zoeys Geschichte! Neue Bedrohnungen und ernstere Probleme, das verspricht das vierte Buch der Reihe. Spannend, witzig und magisch! Trotz kleinerer Schwächen, kann "Ungezähmt" überzeugen und macht Vorfreude auf die Fortsetzung."
Buch-Hintergrundwissen

House of Night 4: Ungezähmt

  • Termin: 11.11.2010
  • Genre: Fantasy
  • Autor/in: P.C. Cast, Kristin Cast
  • Verlag: Fischer FJB

Weitere Informationen zum Buch


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