Spiel-Review zu: "Chronicles of Mystery: Der Fluch des alten Tempels"

von Emmily Green am 02.03.2010
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"Chronicles of Mystery: Der Fluch des alten Tempels" wurde von City Interactive speziell für den Nintendo DS entwickelt. Laut Hersteller kombiniert das Spiel "klassisches Point-and-Click-Adventure mit Logik- und Wimmelbild-Spielen". Im Folgenden erfahrt ihr, inwiefern es das tut – und inwiefern nicht.


Die Geschichte

Die Handlung ist zweigeteilt: Einmal gibt es die Geschichte des Malteserordens, der im 16. Jahrhundert auf Malta ansiedelte.
Dann ist da noch Sylvie, eine junge Archäologin, die rund 400 Jahre später versucht, ein jahrhundertealtes Geheimnis aufzudecken. Ihr Mentor und Professor ist nämlich plötzlich verschwunden. Offenbar hat dies mit seiner kürzlichen Entdeckung einer geheimnisvollen unterirdischen Kapelle aus der Zeit der Kreuzzüge zu tun. Doch kaum ist Sylvie der Sache auf der Spur, wird sie auch schon bedroht und eingeschüchtert. Welches Geheimnis halten die Malteser für sie bereit?


Der Spielverlauf

Um ein Spiel zu starten, muss man sich erst einmal ein Profil erstellen. Man wählt aus, ob man im "entspannten" oder im "normalen" Modus spielen will. Der einzige Unterschied besteht darin, dass man im normalen Modus Bonuspunkte durch besondere Schnelligkeit sammeln kann. Ein Zeitlimit besteht nicht.

Die Geschichte setzt mit Sylvies Ankunft in Paris ein. Ein Tutorial führt einen in die allgemeine Steuerung ein. Die Aufgaben, die anfangs gestellt werden, sind sehr einfach. Man muss beispielsweise ein paar Briefe, die offen auf dem Schreibtisch verstreut liegen, finden. Falls man das nicht schafft, gibt es auch einen Hinweisgeber: klickt man ein kleines Fragezeichen in der Ecke an, zeigt es einem sofort den gesuchten Gegenstand.

Ohne selbst großartig agieren zu müssen (mal von dem Anklicken von Gegenständen abgesehen) wird man von der einen Szene in die andere gelotst. Man lernt etwas über den Malteserorden und kennt nach dem Spiel die Hauptstadt von Malta.

Hin und wieder wird man mit so genannten "Minispielen" auf die Probe gestellt. Schafft man es etwa, die gleichen Farben anzuklicken und damit ein Buntglas zu zerstören? Und wie sieht es mit dem Kurzschluss aus, ist die Hand ruhig genug, den Touchpen durch ein "Kabel" zu führen, ohne die Wände zu berühren? Die Minispiele bauen auf bekannten Rätselspielen auf, Memorie und "Suche die 10 Unterschiede" inklusive. Mit einem unkalibrierten Touchpen ist das durchaus etwas kompliziert, doch auch da schafft man es meistens nach drei Minuten. Dass es die Spiele in verschiedenen Schwierigkeitsgraden gibt, mag eine schöne kurzweilige Ablenkung vom eigentlichen Spiel sein, ist aber nicht wirklich knifflig.

Das Spiel endet damit, dass man von einer Anzahl von Bildern getroffen wird und weder vom "Bösewicht"noch vom Ende überrascht ist. Man bekommt weder die Gelegenheit, noch einmal aktiv in das Spiel einzusteigen, noch wird der Schwierigkeitsgrad erhöht.

Letztendlich bleibt einem immer noch die Gelegenheit, ein Minispiel zu spielen, oder in der "Verborgenen Welt" auf Zeit nach Gegenständen zu suchen. Schade ist, dass sich das viel schwieriger gestaltet, als es im Spiel der Fall ist.


Grafik, Musik und Sonstiges

Die Grafik ist ganz nett gestaltet. Die Hersteller haben nicht künstlich versucht, echte Bilder einzufangen, sondern sich auf die gute alte Computergrafik verlassen. Das sorgt dafür, dass man das Gefühl hat, sich ein hübsch gestaltetes Bilderbuch anzuschauen. Dem Spiel mangelt es einfach an Bewegung. Man hat nicht die Gelegenheit, Charakter zu bestimmten Orten zu steuern. Findet Bewegung statt, wird das durch einzeln aufeinander folgende Bilder dargestellt. Da man mit den heutigen Möglichkeiten mehr anfangen kann, hat mich das enttäuscht. Jedoch ist das, was man sieht mit viel Liebe zum Detail gestaltet worden.

Die Musik klingt manchmal fast filmreif. Dass man sich das Thema von der offiziellen Website runterladen kann, beweist schon etwas. Jedoch wird die musikalische Untermalung wie bei fast jedem Spiel mit der Zeit zu einem nervigen Brummton.

Man hat keinerlei Möglichkeiten, mit zwei Profilen gleichzeitig zu spielen, einen Mehrspielermodus gibt es auch nicht.
Ein Reiz besteht vielleicht noch darin, Auszeichnungen zu sammeln. Diese bekommt man beispielsweise, wenn man ein Level besonders schnell löst.


Fazit

Für Sechs- oder Siebenjährige ist das Spiel perfekt. Das Kind wird herausgefordert, lernt etwas und wird in seiner Feinmotorik geschult.

Für jede ältere Altersstufe stellt es lediglich eine Ablenkung da, das Spielniveau ist zu leicht, man sammelt ohne Probleme Punkte und muss, obwohl es ein "Logikspiel" sein soll, in dieser Hinsicht kein bisschen herausgefordert.
Das Spiel hält nicht was es verspricht, die Geschichte könnte man ebenso gut in einem Pixiebuch wiederfinden, damit könnte man sich in etwa ebenso lang beschäftigen wie mit dem Spiel.
Bewertung unserer Redaktion
Gesamtwertung:
6 von 10 Punkten

Story und Umsetzung:
3 von 5 Sternen!
Grafik und Sound:
4 von 5 Sternen!
Preis/Leistung:
2 von 5 Sternen!
Unsere Redaktion meint
"Für Sechs- oder Siebenjährige ist das Spiel perfekt, für jede ältere Altersstufe ist das Spiel zu leicht, die Grafik und die Geschichte sind zu durchschnittlich und erlauben nur kurzzeitigen Spielspaß."
Spiel-Hintergrundwissen

Chronicles of Mystery - Fluch des alten Tempels

  • Termin: 22.09.2009
  • Genre: Mystery, Fantasy
  • System: Nintendo DS
  • Vertrieb: UbiSoft

Weitere Informationen zum Spiel


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