Buchkritik zu "Rubinrot - Liebe geht durch alle Zeiten"
von Clari am 23.10.2010Artikel
Pro/Contra
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Kurzinfo:
"Rubinrot" ist der erste Teil aus Kerstin Giers "Edelstein Trilogie", der Anfang 2009 erschien. Es folgte "Saphirblau", im Dezember 2010 erscheint "Smaragdgrün".
Inhalt:
Die 16-jährige Gwendolyn wächst in einer äußerst mysteriösen Familie auf. So warten ihre Großmutter und ihre Tante darauf, dass ihre ebenfalls 16-jährige Cousine Charlotte ihren ersten Zeitsprung erlebt – in die Vergangenheit. Während Charlotte ihr ganzes Leben lang auf diesen Tag vorbereitet wurde, ist es Gwendolyn, die das sogenannte Zeitreisegen der Familie geerbt hat und sich auf einmal irgendwo in der Vergangenheit wiederfindet.
Um diese Zeitsprünge zu kontrollieren, wird Gwendolyn fortan im Hause der de Villiers geplante Zeitsprünge in die Vergangenheit durchführen. Zu ihrer Seite steht ihr Gideon de Villiers, der zunächst recht arrogant daher kommt, aber letztendlich Gwendolyns Interesse weckt. Zusammen müssen sie versuchen, eine Mission zu retten, um das mysteriöse letzte Geheimnis aufzudecken.
Kritik:
Was fängt man mit einem Buch an, das eine Altersempfehlung für 12-jährige hat, wenn man schon zehn Jahre älter ist?
Man liest es!
Das Schönste an "Rubinrot" schien mir bis dato das Cover zu sein. Doch bereits nach dem Prolog war ich von dem Buch sehr angetan. Wer gerne während des Lesens ein paar Rätsel löst und Zusammenhänge ergründet, wird dieses Buch lieben!
Zunächst einmal ist da der Prolog, der während des Lesens immer mehr Sinn ergibt und sich spätestens mit dem Epilog zu einem Großen und Ganzen zusammen fügt.
Dann ist dort Gwendolyn, die nun völlig unerwartet diejenige ist, der ein Leben mit Zeitsprüngen bevorsteht, während ihre Cousine ihre Kindheit mit der Vorbereitung für eben solche Zeitreisen verbracht hat und nun doch nicht die Auserwählte ist. Das Ganze ist umso interessanter, als dass Gwendolyns Vergangenheit und warum sie dieses Zeitreisegen geerbt hat doch relativ im Unklaren zu sein scheint.
Mit den Zeitreisen tritt auch Gideon de Villiers in Gwendolyns Leben, der zunächst ein arroganter Schnösel zu sein scheint, sich dann aber doch als recht liebenswürdig heraus stellt. Er ist einer der vielen Charaktere, deren nächste Handlung man nicht vorher sehen kann.
Nicht zuletzt spielt der unheimliche Graf Saint Germain eine Rolle, der das kontrollierte Zeitreisen möglich gemacht hat und hinter dem letzten Geheimnis her ist. Dieses versuchten Gwendolyns und Gideons Verwandte, Lucy und Paul, die vorherige Generation der Zeitreisenden, zu verhindern. Daher sind sie auch als die Diebe bekannt, deren Motive jedoch noch im Unklaren gelassen werden.
Die Tiefgründigkeit der Charaktere, die unvorhersehbaren Wendungen in der Handlung sowie die Spannung, wie es nun weiter gehen wird, machen "Rubinrot" zu einem sehr lesenswerten Buch, das man kaum aus der Hand legen kann. Daran ändert auch die Altersempfehlung nichts.