Kinokritik zu "Percy Jackson - Diebe im Olymp"

von Emmily Green am 04.03.2010
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Der Trailer von "Percy Jackson – Diebe im Olymp" lässt auf ein actionreiches Fantasyabenteuer mit Schmunzeleffekt hoffen. Schafft es der Film, der sich um griechische Göttersagen dreht, dem gerecht zu werden?


Die Handlung

Der sechzehnjährige Percy Jackson (Logan Lerman) war schon immer irgendwie … anders. Geplagt von einer Lese-Rechtschreib-Schwäche und einer Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung hat er es in der Schule schwer und hat allein in dem gehbehinderten Grover (Brandon T. Jackson) einen Freund gefunden. Schon immer hielt er sich am liebsten in der Nähe des Wassers auf.
Doch eines Tages ändert sich alles. Seine Mathelehrerin verwandelt sich in eine Furie und greift ihn an. Erst im letzten Moment können ihn Grover und sein Schulleiter (Pierce Brosnan) retten.
Percy erfährt, dass er ein griechischer Halbgott ist, der Sohn des Poseidon (Kevin McKidd), er besondere Fähigkeiten hat und die gesamte Sagenwelt hinter ihm her ist. Er wird verdächtigt, Zeus Herrscherblitz gestohlen zu haben. Zu allem Übel wird dann auch noch Percys Mutter von dem Herrscher der Unterwelt als Geisel genommen.
Für Percy steht fest: er muss sie retten. Glücklicherweise stehen ihm bei dieser Aufgabe Grover, der sich als sein Beschützer und Halbziege (Satyr) herausgestellt hat, und Annabeth (Alexandra Daddario), die Tochter der Athene, bei.
Sie reisen einmal quer durch Amerika, um am Ende vor dem Olymp zu stehen und zu erkennen, dass die ganze Reise umsonst war…


Die Kritik

Im Vorfeld wurde "Percy Jackson" oft mit den "Harry Potter"-Filmen verglichen, zumal der Regisseur Christopher Columbus sowohl bei den ersten zwei Potter-Filmen als auch bei diesem Film Regie führte.
Wie bei den meisten Fantasy-Filmen dreht sich hier der Kampf auch um Gut und Böse, wobei die Grenze zwischen den beiden Parteien schwer zu ziehen ist. So ist zwar Hades der Herrscher der Unterwelt, macht im Grunde aber auch nur seinen 'Job'. Der Halbgott Luke, der eigentlich immer geholfen hatte, wollte sich an seinem Vater Hermes rächen, weil er sich nie für ihn interessiert hatte. Die Beziehung zwischen Kindern und Eltern wird großgeschrieben.

In dem Film wechseln sich Kampf- und Comedyszenen ab, war ihn sehr unterhaltsam macht. Bei den meisten Charakteren lässt sich Tiefe erahnen, aufgrund der Götter hat man schon mal von der Hälfte der Figuren gehört. Man merkt jedoch deutlich, dass es in diesem Film um die Unterhaltung geht und die Geschichte wie auch die Charaktere eher nebensächlich sind.
Altbekannte Schauspieler wie Uma Thurman und Pierce Brosnan übernehmen neue Rollen, die sie überzeugend verkörpern. Auch die Jungschauspieler überzeugen, wobei Logan Lerman manchmal eindeutig zu cool wirkt. Was aber irgendwie auch zu Percy passt.

Spezialeffekte wie fliegende Chucks, 10köpfige Monster, Uma Thurman als Schlangenhäuptige Medusa und Wassermassen überzeugen und bezirzen. Nicht zuletzt die Götter des Olymp bringen einem mit ihrer Größe zum Staunen.
Schade ist nur, dass man den jüngeren Schauspielern zum Teil die fehlende Erfahrung was Kampfszenen betrifft ansieht. Besonders der letzte 'Kampf' zwischen Percy und Annabeth wirkt einstudiert.

Die Einflechtung von Mythen in die moderne Welt gelingt sehr geschickt. So wird Medusa mit einem iPhone bekämpft und der Zugang zur Unterwelt befindet sich in Hollywood. Und ganz zufälligerweise sieht Hades im wilden Rocker Outfit Mick Jagger relativ ähnlich.


Fazit

Der Film hat eine bestechende Eigenschaft: er lädt zum Schmunzeln, zum unterdrückten Kichern und zum lauten Lachen ein. In jeder Szene findet sich ein Scherz wieder. Die Geschichte ist gut, nicht außergewöhnlich, aber sinnvoll und durch die vielen modernen Elemente neu.
Er macht Spaß und auch wenn er nicht anspruchsvoll ist, ist er der perfekte Langeweilekiller. Trotzdem kann er nicht den Olymp der Fantasy bezwingen und an Werke wie "Harry Potter" heranreichen.
Bewertung unserer Redaktion
Gesamtwertung:
8 von 10 Punkten

Handlung:
3 von 5 Sternen!
Umsetzung:
4 von 5 Sternen!
Spaßfaktor:
5 von 5 Sternen!
Unsere Redaktion meint
"Der Film lädt zum Schmunzeln, zum Kichern und zum lauten Lachen ein. Er macht Spaß und auch wenn er nicht anspruchsvoll ist, ist er der perfekte Langeweilekiller. Trotzdem kann er nicht an "Harry Potter" heranreichen."
Film-Hintergrundwissen

Percy Jackson - Diebe im Olymp

  • Termin: 11.02.2010
  • Genre: Fantasy, Action, Abenteuer
  • Regie: Chris Columbus
  • Drehbuch: Craig Titley, Rick Riordan

Weitere Informationen zum Film


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