Kinokritik zu "Das Bildnis des Dorian Gray"

von fairydaphi am 17.04.2010
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Allgemeine Infos

Der ebenso gut aussehende wie unerfahrene Dorian Gray (Ben Barnes) kommt gegen Ende des 19. Jahrhunderts in London an. Dort steht er dem Maler Basil Hallward (Ben Chaplin) Modell, der Dorians beeindruckende Schönheit und Jugendlichkeit in einem Portrait dauerhaft festhalten will.

Unter den Fittichen des charismatischen Lord Henry Wotton (Colin Firth) findet Dorian schnell Gefallen an den hedonistischen Freuden der gehobenen Großstadt-Gesellschaft und lernt, dass sein Aussehen ihm alle Türen öffnet. So wundert es nicht, dass, kaum ist das Bild enthüllt, Dorian ein gedankenloses Versprechen äußert:

Seine Seele würde er dafür geben, dass nicht er, sondern das Gemälde altert! Dorians Wunsch wird Wirklichkeit: Während er sich ohne jegliche äußerer Konsequenzen hemmungslosem Vergnügen und verbotenen Begierden hingibt, wird sein gemaltes Abbild mit jeder begangenen Sünde hässlicher und grauenerregender. Um sein dunkles Geheimnis zu bewahren, geht Dorian bis zum Äußersten. Jahre später quälen ihn die Geister der Vergangenheit mehr denn je. Als er sich in die junge Emily (Rebecca Hall) verliebt, schöpft er wieder Hoffnung auf Erlösung.

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Zum Inhalt


Das Bildnis des Dorian Gray ist eine Neuverfilmung des gleichnamen Romans von Oscar Wilde. In diesem geht es um den jungen, reichen und äußerst attraktiven Dorian Gray (Ben Barnes), der gegen Ende des 19. Jahrhunderts nach London kommt, weil er das Anwesen seines verstorbenen Großvaters geerbt hat.

Am Anfang ist er naiv und fasziniert vom großen London. Bei einem Wohltätigkeitskonzert, lernt er den Maler Basil Hallward (Ben Chaplin) kennen, der gebannt von seiner Schönheit ein Portrait von ihm anfertigen möchte. Bei einem Empfang trifft er auf Lord Henry Wotton (Colin Firth), der sich seiner annimmt und ihm versucht klarzumachen, was er mit seiner Jugend und Schönheit alles erreichen könnte, wenn er sie richtig nutze.

Eines Abends sieht Dorian die Theaterschauspielerin Sybil (Rachel Hurd-Wood) in einer Bar, doch er traut sich nicht sie anzusprechen. Als Basils Portrait beendet ist, verspricht Dorian leichtfertig, seine Seele für ewige Jugend und Schönheit einzutauschen. Später sieht Dorian Sybil im Theater wieder und sie treffen sich von da an regelmäßig.

Nachdem sie einige Zeit miteinander verbracht haben, will Sybil ihn heiraten. Lord Henry will die Hochzeit mit der mittellosen Sybil verhindern und nimmt Dorian mit in ein Bordell, um ihm die Vorzüge des Lebens als freier Mann zu zeigen. Durch Sybils frühen Kinderwunsch bedrängt und die Erfahrung des Geschehenen begeistert löst Dorian die Verlobung noch am selben Abend. Kurz darauf erscheint ihr Bruder Jim bei ihm und teilt ihm mit, dass man Sybil tot im Fluss gefunden hat. Dorian geht diese Nachricht zuerst sehr nach, doch schon am nächsten Tag und nach einem Gespräch mit Henry tut er so, als wäre nichts geschehen.

Als Basil darauf besteht, das Bild in einer Galerie auszustellen, tötet Dorian ihn. Danach geht er auf Weltreise, von wo er Lord Henry regelmäßig Briefe schreibt, in denen er von seinen Erlebnissen berichtet. Als er zurückkehrt, sind Lord Henry und dessen Familie schon alt, doch Dorian sieht genauso aus wie damals, was für allgemeine Verwirrung sorgt.

Dorian lernt Henrys Tochter kennen, doch Henry will eine Beziehung zwischen den beiden nicht dulden aus Angst, Dorian wolle sie nur ausnutzen und würde sie verletzen. Zudem ist Sybils Bruder Jim auf der Suche nach Dorian, weil er Rache für den Tod seiner Schwester nehmen will...
 

Kritik

Schon als ich den Trailer das erste Mal im Kino gesehen habe, nahm ich mir vor "Den Film musst du sehen". Da ich den Roman von Oscar Wilde nicht gelesen habe, kann ich ich nicht beurteilen, ob es eine gelungene Umsetzung war. Allerdings hatte ich mir von dem Film, nachdem ich gesehen hatte, worum es darin geht, etwas mehr Tiefgang versprochen. Es ist nicht so, dass Dorians Vergehen nicht klar zur Geltung gekommen wären, aber genau das war mir schon zu viel. Der Mittelteil des Films bestand zum größten Teil aus Sexexzessen. Ich hätte mir gewünscht, dass deutlicher wird, wie Dorian sein Verhalten am Ende bereut.

Die Kostüme und Kulissen sehen toll aus und geben einen guten Einblick in die damalige Zeit. Allerdings hätte ich gerne noch etwas mehr von London gesehen als nur die schäbigen Teile.

Für mich hat Colin Firth die beste schauspielerische Leistung abgeliefert. Ich habe ihm den unsympathischen, nur auf äußerliche Werte bedachten Lord Henry sofort geglaubt. Ben Barnes als Dorian Gray ist der perfekte Schönling für diese Rolle. An manchen Stellen fand ich ihn wieder ein wenig zu überheblich, aber insgesamt war seine Leistung in dieser nicht gerade einfachen Rolle ziemlich überzeugend.
Bewertung unserer Redaktion
Gesamtwertung:
8 von 10 Punkten

Spannung:
4 von 5 Sternen!
Handlung:
4 von 5 Sternen!
Kulissen/Kostüme:
5 von 5 Sternen!
Unsere Redaktion meint
""Alles in allem ein düsterer aber unterhaltsamer Film und allein wegen der guten Besetzung sehenswert.""
Film-Hintergrundwissen

Das Bildnis des Dorian Gray

  • Termin: 15.04.2010
  • Genre: Fantasy, Klassiker
  • Regie: Oliver Parker
  • Drehbuch: Toby Finlay

Weitere Informationen zum Film


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